Schmitz’ Katze – Ralf Schmitz

5. Oktober 2009 von Kassiopaia

schmitzkatzeIn unserem Bücherblog fehlte es bisher an Katzencontent. Welcher gute Blog hat den nicht?! Also habe ich mich daran gemacht und mal ein Buch über Katzen gelesen. Na gut, ich habe es mir interessehalber ausgeliehen, weil es ja so lustig sein soll.

Den Autor Ralf Schmitz kennt man vielleicht. Es ist dieser quirlige kleine Kerl, der bei „Genial daneben“ gerne mal glucksend und kichernd auf seinem Stuhl rumzappelt. Der gute Herr hat eine Katze und diese schon seit 23 Jahren. Das veranlasste ihn dann auch dieses Buch zu schreiben.

Es ist aufgebaut wie jeder stinknormale „Ich will eine Katze“-Ratgeber auch. Allerdings beschreibt er natürlich mehr. Es gibt ganz viele Anekdoten zu seiner Minka, Geschichten von Freunden und deren Stubentiger, Bilder von der Mietze, Zeichnungen und Vergleiche zu Frauen dürfen bei Schmitz ganz klar auch nicht fehlen.

Da ich selber zwei von den beschriebenen Fellbällchen habe, amüsierten mich eher die Geschichten der Katzen und ich saß oft schmunzelnd und nickend da beim Lesen. Ich kenne solche Situationen, wenn Halsbänder unter Katzen vertickt wurden und man ohne wieder vom Stromern nach Hause kommt. Oder auch die berühmten fünf Minuten der Katze. Kenne ich, klar, welche Katze hat keine Macke?!

Ich glaube allerdings, dass das Buch noch witziger wäre, wenn man noch keine Katze hat und sich das ganze Chaos nicht vorstellen kann. Manche Wiederholungen waren auch etwas nervig, weil zu oft hintereinander geschrieben. Die Anekdoten hingegen sind wahre Schmunzelgeschichten. Miau!

„The Adventures of Sherlock Holmes“ by Sir Arthur Conan Doyle

14. August 2009 von F

Als Kind war ich begeistert von Sherlock Holmes Fällen und habe im Nu die Bücher von Conan Doyle ausgelesen.

Nach vielen Jahren habe ich mir Holmes und Watson noch einmal zur Brust genommen. „The Adventures of Sherlock Holmes“ beinhalten 12 seiner früheren Fälle unter anderem mit „The Man with the Twisted Lip“, „The Speckled Band“ und „The Engineer’s Thumb“. Beim Lesen konnte ich mich an einige Fälle erinnern. Holmes Logik und Beobachtungsgabe sind jedoch immer wieder faszinierend.

Angetan hatte es mir diesmal vor allem auch das British English des ausgehendes 19. Jahrhunderts sowie Stil und Umgangsform des Victorianischen Englands.

Wer mal wieder ein gutes Buch lesen und sich mit Sherlock Holmes messen möchte, dem sei dieses Meisterwerk wärmstens empfohlen.

„When I hear you give your reasons,“ I remarked, „the thing always appears to me to be so ridiculously simple that I could easily do it myself, though at each succesive instance of your reasoning I am baffled, until you explain your process. And yet I believe that my eyes are as good as your.“

„Quite so,“ he answered (…). “ You see, but you do not observe.“

Robert Harris „Vaterland“ – ausgelesen

6. August 2009 von F

Ratzfatz war das Buch aus und ich möchte dazu nur so viel schreiben: Verdammt spannend und gut zu lesen, auch für Leute geeignet, die nicht so gerne Politthriller lesen.

Der Anfang.

Dennis Lehane „Shutter Island“ (1)

4. August 2009 von Anj

shutterisland…In dem Moment flog ein kompletter Baum kopfüber an der Tür vorbei, die Wurzeln ragten in die Luft wie Hörner.

- „Hast du das gesehen?“
- „Ja. Der wacht irgendwann mitten im Meer auf und sagt: Moment, hier stimmt was nicht.“
- „Ich war doch eben noch da hinten auf der Insel.“
- „Jahrelang hab ich mich abgemüht, bis der Hügel so aussah, wie ich ihn haben wollte.“
Leise lachten sie vor sich hin und schauten wie im Fiebertraum der wütenden Insel zu.

Fügung
Nachdem ich begeistert den Trailer gesehen hatte und danach feststellte, dass ich mich noch bis Oktober würde gedulden müssen, bis der Film endlich im Kino zu sehen ist, war ich schon ein wenig frustriert. Gut, dass da ein eifriger Twitterer seiner Tweetgemeinde zeitgleich von seinen Urlaubsbüchern erzählte und ich erfuhr, dass „Shutter Island“ auch gedruckt und gebunden existiert.

Da musste ich dieses Buch haben. Und zwar sofort. Keine Ahnung, was mich so dazu antrieb, vier Kaufhäuser in verschiedenen Stadtteilen abzuklappern, obwohl ich doch eigentlich nur mal kurz meinen Grundnahrungsmittelbedarf shoppen wollte. Bestellen kam nicht in Frage, denn dann hätte ich ja noch einen Tag warten müssen.

Das Schicksal hat uns zusammengeführt und es gut mit uns gemeint. Endlich mal wieder ein Buch, das mich von der ersten Seite an an sich bindet und nicht mehr loslässt. Auch wenn der nervenkitzlige Fingernägel-ins-Cover-bohr-Faktor noch nicht eingetreten ist, fühle ich mich doch bestens unterhalten. Seite 138: Die Spannung steigt langsam – aber sie steigt!

Worum geht’s?
US-Marshall Teddy Daniels (dem es übrigens „nie leicht gefallen“ ist, „charmant zu sein„, denn „Charme war der Luxus derer, die an die grundsätzliche Richtigkeit der Dinge glaubten. An Makellosigkeit und Gartenzäune.„) und sein Kollege Chuck Aule sind auf dem Weg nach Shutter Island, eine kleine Insel, auf der das Ashcliffe Hospital psychisch kranke Straftäter beherbergt und behandelt. Obwohl die Einrichtung einer Festung gleicht, hat es eine Patientin geschafft zu fliehen – und ist seitdem unauffindbar. Als ein Sturm die Inselbewohner für mehrere Tage komplett von der Außenwelt abschneidet und Chuck herausfindet, dass sein Chef nicht durch Zufall auf diese Insel beordert wurde, versinkt „Shutter Island“ langsam im Chaos…

Anja Strilek

„Vaterland“ von Robert Harris

22. Juli 2009 von F

Vor ihnen gähnte Unter den Linden. Die Straße hatte ihre Lindenbäume ‘36 verloren – niedergemacht in einem Akt amtlichen Vandalismus zur Zeit der Berliner Olympischen Spiele. An ihrer Stelle hatte der Gauleiter der Stadt Joseph Goebbels eine Allee aus 10 Meter hohen Steinsäulen errichten lassen, auf deren jeder ein Parteiadler mit ausgebreiteten Flügeln hockte. Wasser tropfte ihnen von den Krummschnäbeln und den Flügelspitzen. Es war, als führe man durch einen indianischen Begräbnisgrund.

Die Welt 1964: Deutschland und halb Europa sind unter nationalsozialistischer Herrschaft. Der Kalte Krieg mit den USA und der immer noch währende Krieg im Ural mit Russland sind eine Zerreißprobe für das Dritte Reich. Doch im Clinch mit den Amerikanern scheint eine Lösung in Sicht. Der amerikanische Präsident kommt auf Staatsbesuch zu Führers 75. Geburtstag. Berlin ist herausgeputzt und SS – Kapellen proben täglich für die große Parade. Die Ermordung eines hohen Parteioffiziers kommt da sehr ungelegen…

Robert Harris, Camebridgeabsolvent im Fach Geschichte und ehemaliger Reporter der BBC, schrieb Fatherland 1992 und löste damit vor allem in Deutschland Kontroversen aus, wo zunächst kein Verlag das Buch veröffentlichen wollte. Es war sein erster Roman.

Ich bin zur Zeit auf Seite 30. Bis jetzt hat sich noch keine spezielle Stimmung beim Lesen eingestellt. Jedoch finde ich jede Person, die bis jetzt aufgetaucht ist unsympathisch, obwohl sie gar nicht negativ aufgefallen sind oder beschrieben wurden.

Es sind noch 342 Seiten zu lesen. Mal schauen, wie es sich entwickelt.