Jules Verne „Five Weeks in a Balloon“

Wie der geneigte Leser dieses Blogs vielleicht schon weiß, mag ich Vernes Erzählungen. Nach langer Abstinenz habe ich mal wieder einen Roman von ihm gelesen und war erstaunlich schnell durch, obwohl der Erzählstil nicht dem einfachen von „Around the World in 80 Days“ entspricht, andererseits aber auch keine Kopie von „20.000 Leagues under the Sea“ ist.

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Andrej Kurkow „Der wahrhaftige Volkskontrolleur“

Und mit Verdruss dachte er an seine Schwäche von neulich, als er im Halbschlaf oder in einem anderen Bewusstseinszustand beinahe bedauert hatte, dass er seine Familie so fern zurückgelassen hatte, die er natürlich innig liebte, aber dennoch nicht so innig wie das Heimatland. Dabei war es doch ohne Zweifel klar, dass ein Mensch nur ein Heimatland, aber mehrere Familien haben konnte.

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Bernhard Aichner „Für immer tot“

Das Thema lebendig begraben zu sein, ist wahrlich kein neues. Jedoch geht es diesmal nicht darum, zu zeigen, wie der oder die Verbuddelte im Kistchen schmort, sondern um die Suche an der Oberfläche, die Bemühungen der Angehörigen, was sie denken, was die Verbuddelte denkt etc.  Außerdem steht die Frage im Raum, wie weit unsere Protagonisten gehen würden, um den geliebten Menschen zu retten.

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Der Chinese von Henning Mankell

Es gibt Bücher, die liest man und vergisst sie. Dann gibt es Bücher, deren Geschichte oder Handlung man auch noch nach Monaten kennt und dann gibt es eben jene Bücher, die einen tieferen Eindruck hinterlassen. Bei denen man noch nach langer, langer Zeit weiß, wie es sich angefühlt hat, sie zu lesen. In meiner Liste gibt es davon drei.

„Der Chinese“ darf sich ab sofort ebenfalls in diese elitäre Liste einreihen.

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Maeve Binchy – Circle Of Friends

Schnulz muss auch mal sein. Besonders, wenn man schnupfend im Bett liegt, hilft das sehr gut gegen Depressionen vom Löcher-in-die-Luft-starren.

Ein Buch, das mit „The kitchen was full of the smells of baking.“  beginnt, kann dafür nur perfekt sein. „Circle of friends“ nimmt einen mit in eine altmodischere Zeit, in der Mädchen noch selten Hosen tragen, es zum afternoon immer eine große Teetafel gibt und die Eltern die Töchter vor dem großen Ball mit Tränchen in den Augen verabschieden.

Es geht um zwei Mädchen, die, aufgewachsen auf dem Land – die eine im Kloster, die andere von Gluckeneltern – beste Freundinnen werden und ihre Lebensphasen auch als Freundinnen durchleben. Als sie später nach Dublin gehen, um zu studieren, lernen sie noch ein paar Freunde kennen, um die sich alles dreht. Wer kommt schlussendlich mit wem zusammen? Wird die große Benny tatsächlich den Uni-Star Jack abkriegen, obwohl sie so groß ist und nicht feminin vor sich hin dümmelt, sondern großartige Witze reißt und mit ihrer Schlagfertigkeit so manches Klischee zertrampelt.
Belanglos? Vielleicht. Aber wahnsinnig unterhaltsam, warm und spannend geschrieben.

Fazit:
Auch, wenn ich den Vornamen der Autorin wahrscheinlich nie richtig aussprechen können werde – ein schnulzig-schönes Buch hat sie da geschrieben. Für schnupfige Herbsttage genau richtig.

(AL)