Archiv der Kategorie: sonst so

Die Süddeutsche redet nicht mit Berlinern

Mit Radio errreicht man immer die Richtigen. Vielleicht ja auch mit Bücherknabbern? Auf dem herkömmlichen Weg – nämlich über das Kundencenter – erreicht man die Süddeutsche Zeitung jedenfalls nicht.

Nicht nur auf ihrer Internetseite, sondern auch auf der Straße wirbt die Süddeutsche Zeitung großspurig mit ihrem „14 Tage kostenlos lesen“ – Abo. Blöd nur, wenn dann jemand wirklich dieses Angebot annimmt und dreisterweise 12 kostenlose Zeitungen haben will.

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Blindauditions für Bücher

Heute möchten wir euch eine interessante Seite vorstellen: blindbuch.de.

Das Buch ist langweilig, weil die Schwägerin von der Freundin der Arbeitskollegin mal erzählte, dass der Autor scheiße sei.

Dieses Buch hier ist bestimmt genauso blöd, wie seine Umschlagsgestaltung.

Nach dem Titel nach, ist das hier auch nur wieder so ein schnulziger Frauenroman.

Was aber, wenn es ein spannender Abenteuerroman wäre?

Blindbuch funktioniert wie The Voice – kein Name, keine Vorstellung vom Buchcover, einfach nur eine Textpassage.  Am Ende des Lesens kann man sich dann Autor und Titel „aufdecken“ lassen. Zusätzlich gibt es noch Informationen zum Kauf des Buches. Damit man nicht komplett im trüben fischt, kann sich die/der Leser_in ihr/sein Lieblingsgenre anzeigen lassen: Märchen, Mystery, Krimi, Romantik, Biografie u.v.m.

Wenn ihr neue Anregungen braucht, dann schaut doch mal bei Blindbuch vorbei.

(F)

Leseliste von 2012

2012 habe ich so einiges gelesen und dann auch wieder nicht, wie ich jetzt im nachhinein festelle, wenn ich mir die Liste so anschaue. Es gab Krimis und Thriller, Klassiker, Sachbücher und Geschichten dazwischen. Zwei Bücher haben dabei einen besonders tiefen und bleibenden Eindruck hinterlassen.

Agent 6 von Tom Rob Smith: Während The Secret Speech gegenüber Child 44 schwach war (für sich alleine stehend, war The Secret Speech aber auch gut…), konnte Band drei der Trilogie um Leo Demidov nochmal alles rausholen. Noch nie fand ich es so schrecklich, dass eine Geschichte kein Happy End hatte.

Der Feind im Schatten von Henning Mankell: Der allerletzte Fall von Kurt Wallander. Es fühlt sich an, als würde man wirklich von einem Menschen Abschied nehmen und nicht nur von einer Romanfigur. Das alt und älter werden war das zentrale Thema des Romans und war mit einer schwermut belegt, dass es mir manchmal die Kehle zuschnürte.

Weitere Bücher die ich letztes Jahr gelesen habe sind in der folgenden Liste aufgeführt. Die mit einem * gekennnzeichneten würde ich aus diversen Gründen weiterempfehlen. Weiterlesen

Zum Geburtstag des Horror Onkels

Heute vor 65 Jahren erblickte ein Mensch die Welt, der später mal so Sachen wie Friedhof der Kuscheltiere, Shining, Es und so weiter und so weiter schreiben sollte.

Mein erstes Stephen King Buch habe ich in der 7. Klasse gelesen – Frühling, Sommer, Herbst und Tod. Es war soooooooooo aufregend – mein erstes Stephen King Buch und ich habe es verschlungen! Das ganze Wochenende habe ich gelesen und dann war es aus. Ja, ich erinnere mich durchaus noch an das Lesegefühl von damals, weil es halt was besonderes war.

Das Buch enthält vier Kurzgeschichten, u.a. Pin up (verfilmt als Die Verurteilten) und Die Leiche. Die beiden Novellen fand ich am besten. Dann gab’s da noch eine Geschichte über einen ehemaligen NS Kriegsverbrecher: Ein Junge entdeckt, dass sein Nachbar KZ – Arzt war und möchte von ihm die Details seines Schaffens erfahren. Die Geschichte war pervers und irgendwie nicht zu fassen. Ich meine damit die Geschichte ansich und nicht die Schweinereien, die da ausgeplaudert wurden. An die vierte Geschichte kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Aber der Gesamteindruck von dem Buch war damals positiv. Ich war jung und es war das erste Mal. Denn ansonsten habe ich keine weiteres King Buch mehr komplett gelesen. Es ist nicht so, dass mich die ein oder andere Geschichte von ihrer Idee her nicht interessieret hätte oder interessieren würde, aber mich reizt der Erzählstil nicht und dann sind die 1000 Seiten abtörnend.

Trotz alledem gehen seine Bücher weg wie warme Semmel. Und am Ende will es keiner gewesen sein.

Oder was sagt ihr?

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Schluss mit lustig!

Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder eine Geschichte angefangen und nicht beendet. „Mal wieder“ – das klingt, als würde ich es ständig machen, aber in Wirklichkeit kann ich das an einer Hand abzählen.

Berlin Alexanderplatz von Döblin habe ich nach zwei Seiten beendet. Sonst lese ich 1/4 bzw. bis zur Hälfte des Buches, bevor ich es weglege. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ebenfalls in der Loserliste befinden sich Faust von Goethe, Der Mord von Anton Čechov und Die Profiteure von Leif GW Persson.

Natürlich gab es in meiner langen Bücherkarriere viele Bücher mehr, die es sich nicht gelohnt hätten weiterzulesen. Bei mir ist es jedoch so, dass ich irgendwie doch wissen möchte, wie es aus geht bzw. ich irgendwann den Punkt verpasst habe aufzuhören und mir dann die bereits investierte Zeit zu schade ist, wenn ich mit dem Lesen aufhören sollte.

Welche Bücher habt ihr weggelegt? Bei welcher Seite ist in der Regel eure Schmerzgrenze überschritten?