Die Süddeutsche redet nicht mit Berlinern

Mit Radio errreicht man immer die Richtigen. Vielleicht ja auch mit Bücherknabbern? Auf dem herkömmlichen Weg – nämlich über das Kundencenter – erreicht man die Süddeutsche Zeitung jedenfalls nicht.

Nicht nur auf ihrer Internetseite, sondern auch auf der Straße wirbt die Süddeutsche Zeitung großspurig mit ihrem „14 Tage kostenlos lesen“ – Abo. Blöd nur, wenn dann jemand wirklich dieses Angebot annimmt und dreisterweise 12 kostenlose Zeitungen haben will.

Erhalten habe ich von den 12 Ausgaben 3.
Auf meine Anfrage, warum ich denn drei Tage nach Abobeginn noch keine Zeitung erhalten habe, erhielt ich nie eine Antwort. Eines Tages fand ich dann auf dem Gehweg vor dem Haus ein Exemplar. Möglicherweise hatte das ja jemand verloren. Aber nein! Am nächsten Tag lag da wieder was auf dem Weg. Der Satz „täglich versandkostenfrei direkt vor die Haustür“ aus der Abobeschreibung ist keine leere Phrase. Nur blöd das es in Berlin (in Süddeutschland ja womöglich nicht) im Herbst in Strömen gießen kann und das Exemplar diesem Erguss schutzlos ausgeliefert war. Dasselbe passierte am nächsten Tag – durchweichter Papierklumpen auf dem Asphalt. Die restlichen Tage verließ ich dann das Haus wieder zu falschen Zeiten – keine Zeitung auf dem Gehweg.
Auf meine freundliche (echt jetzt!) Mail ans Kundencenter erhielt ich wieder keine Antwort.

Anscheinend redet die Süddeutsche Zeitung nicht mit jedem…

Jedenfalls kann ich nach meiner ausführlichen Testung, zu der ich von der Süddeutschen Zeitung ja förmlich eingeladen wurde (täglich standen vor der Uni Promoter und liefen einem hinterher…), dieser Zeitung keine Empfehlung aussprechen. Für ein Abo Geld zu bezahlen ist reines Glücksspiel. Wer Zeitungen auf den Weg wirft kann nicht garantieren, dass sie a) beim Leser ankommen und b) lesbar beim Leser ankommen. Außerdem ist der Service grottenschlecht.
Wenn man kein Interesse hat kostenlose Exemplare zur Verfügung zu stellen, sollte man nicht damit Werbung machen.

Oder habe ich den Sinn dieses kostenlosen Probeabos nicht verstanden?

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2 Gedanken zu „Die Süddeutsche redet nicht mit Berlinern

  1. nadar sagt:

    Klingt prickelnd…

    Hast du schon mal die Telefonnummer aus dem Impressum probiert?

  2. Kassiopaia sagt:

    In Zeiten des „Social Media“ würde ich den Damen und Herren der Süddeutschen diesen Blogbeitrag bzw. dein Anliegen nochmal auf Facebook oder Twitter mitteilen. Ein Social Media Mensch wird sich dem Probelm vielleicht eher annehmen. Wer weiß, ob dieser Blog eine Reichweite bis nach Süddeutschland hat. ;)

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