Schluss mit lustig!

Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder eine Geschichte angefangen und nicht beendet. „Mal wieder“ – das klingt, als würde ich es ständig machen, aber in Wirklichkeit kann ich das an einer Hand abzählen.

Berlin Alexanderplatz von Döblin habe ich nach zwei Seiten beendet. Sonst lese ich 1/4 bzw. bis zur Hälfte des Buches, bevor ich es weglege. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ebenfalls in der Loserliste befinden sich Faust von Goethe, Der Mord von Anton Čechov und Die Profiteure von Leif GW Persson.

Natürlich gab es in meiner langen Bücherkarriere viele Bücher mehr, die es sich nicht gelohnt hätten weiterzulesen. Bei mir ist es jedoch so, dass ich irgendwie doch wissen möchte, wie es aus geht bzw. ich irgendwann den Punkt verpasst habe aufzuhören und mir dann die bereits investierte Zeit zu schade ist, wenn ich mit dem Lesen aufhören sollte.

Welche Bücher habt ihr weggelegt? Bei welcher Seite ist in der Regel eure Schmerzgrenze überschritten?

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5 Gedanken zu „Schluss mit lustig!

  1. Kassiopaia sagt:

    Also, Faust habe ich eh nur quergelesen und dann irgendwann weggepackt. Genau wie „Die Firma“ von John Grisham sowie aktuell gerade „Moby Dick“. Auch wenn ich eigentlich wissen will, was passiert und mal diesen Klassiker lesen wollte, quält er mich, weil es nicht richtig los geht, sondern alle Walarten beschrieben werden. Puh. Was noch?
    „Theos Reise: Roman über die Religionen der Welt“ von Catherine Clement und Tobias Scheffel – war eigentlich interessant, aber ätzend geschrieben, dass ich irgendwann keinen Bock mehr drauf hatte. Es hat mich geradezu aggressiv gemacht. Ist aber auch schon ewig her, dass ich das mal angefangen habe.

    Dabei geht es mir wie dir, dass ich das Ende wissen will und auch immer den Glauben habe: „Na, vielleicht wird es ja noch besser.“
    Ich habe sicher noch mehr Bücher weggelegt, bevor ich mit ihnen fertig war. Aber die sind keine Erinnerung wert.

  2. F sagt:

    L ist nicht so der große Leser, aber „Moby Dick“ hat sie eiskalt durchgezogen und am Ende hatte es ihr sogar gefallen.

  3. Taube Nuss sagt:

    Moby Dick konnte ich auch nicht zu Ende bringen.
    So spannend die Streiche von Tom & Huckelberry Finn waren, So ernüchternd war „Durch dick und dünn“. Zweimal habe ich es angefangen – einmal von vorn und einmal von hinten. Wenn mich ein Buch nicht packt, lese ich es von hinten und schaue, ob sich da noch was machen lässt.
    Meistens bin ich bei den erzwungenen Büchern nicht vorwärts gekommen.

    „Die unromantische Annerose“ oder „Zum Beispiel Josef“ – keine vielversprechenden Titel, aber inhaltlich interessant erzählt.

    • F sagt:

      Das Ende habe ich noch nie zuerst gelesen. Selbst wenn ich es wegpacke, lese ich nicht noch schnell das Ende. Da bin ich eisern. ;-)

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