Die Chemie des Todes – Simon Beckett

Derzeit habe ich bei mir drei Bücher auf dem Tisch. Welche, werde ich nach und nach aufdecken. Ich beginne mit dem mittleren, denn das habe ich schon durchgeknabbert.

Simon Becketts „Die Chemie des Todes“ ist definitiv ein Buch für Fans von CSI, insbesondere CSI Las Vegas. Dort bin ich jedenfalls zum ersten Mal mit der Ermittlung des Todes unter Zuhilfenahme von Maden und Fliegen in Berührung gekommen. Wem bei der bloßen Erwähnung der Begriffe schon schlecht wird, sollte die Finger von dem Buch lassen.

Der Protagonist David Hunter zieht aus London in das beschauliche Dorf Manham, nachdem er seine Frau und seine Tochter bei einem Autounfall verloren hat. Er flüchtet quasi aus seinem alten Leben und hängt auch seinen Beruf als Rechtsmediziner an den Haken, sondern wird nun dort Landarzt.
Nach einiger Zeit wird eine Frau ermordet, die mit Schwanenflügeln auf dem Rücken aufgefunden wird und Hunter wird in die Untersuchungen einbezogen. Widerwillig untersucht er den Tatort (wobei ihm seine Kenntnisse in Sachen Verpuppungsstadien von Fliegen zuhilfe kommen, womit man den Todeszeitpunkt besser eingrenzen kann) und später untersucht er auch die Leiche. Als eine zweite Frau ermordet und mit Hasenbabys im Bauch gefunden wird, ist er jedoch schon fast wieder in seinem Element und leitet auch dort die Hauptuntersuchungen.
Allen ist klar, der Mörder kann nur aus ihrem Dorf kommen. Verdächtigt wird auch David Hunter, da er ein Zugezogener ist und damit den Dorfbewohner von vorn herein suspekt. Die Gerüchteküche brodelt, keiner traut mehr seinem Nachbarn und der Pfarrer der Gemeinde heizt die Bewohner weiter an. Und wer der makabere Mörder nun wirklich ist, hätte ich so nie erwartet.

Simon Becketts Buch ist wahnsinnig spannend geschrieben und es fällt schwer es beiseite zu legen, selbst wenn der Uhrzeiger unaufhörlich tickt und man eigentlich längst schlafen müsste.

 

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6 Gedanken zu „Die Chemie des Todes – Simon Beckett

  1. F sagt:

    Um ehrlich zu sein, habe ich nie an CSI gedacht, als ich das Buch las.

    Die Mörderlösung fand ich auch sehr interessant, dass Ende an sich, war dann aber wieder typsich. Viele Autoren, deren Protagonisten Serienmörder oder andere ganz schlimme Finger sind, entziehen sich ständig mit solch einem Ende, meiner Meinung nach, der Verantwortung.

    • Kassiopaia sagt:

      Siehste, ich habe sofort an CSI denken müssen. Der gute Grissom war sofort vor meinem inneren Auge.

      Stimmt, der Autor hat es sich wirklich sehr leicht gemacht mit dem Ende. Jetzt, wo du’s sagst, finde ich es auch ganz schön feige.

  2. F sagt:

    Oh, und das Buch links kommt mir verschwommen bekannt vor….

  3. F sagt:

    Ich lese gerade Hunters dritten Fall („Whispers of the Dead“) und da ist mir noch mal klar geworden, warum ich beim lesen nicht an CSI denken muss. CSI kommt irgendwie so überstylt und steril daher, Becketts Stil ist aber bodenständiger und… natürlicher.

  4. Kassiopaia sagt:

    Na, ich bin mal gespannt. Fange bald das zweite an, mal schauen, ob ich dann immer noch an CSI denken muss.

  5. Anj sagt:

    Ich habe das Buch auf englisch gelesen „The chemistry of death“ und fand es super. Der Schreibstil ist für einen Thriller doch recht poetisch und die Story richtig shcön spannend. Haut rein das Ding! Allerdings war ich von der Fortsetzuhng ein bisschen enttäuscht. Der dritte Teil steht noch unangeknabbert in eminem Regal…

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