In die Wildnis – Jon Krakauer

Viele kennen das Buch sicher unter dem Titel „Into the Wild“, einige vielleicht auch den gleichnamigen Film. Da ich das Buch aber auf deutsch gelesen habe, steht der Titel hier auch auf deutsch.

Erzählt wird die wahre Geschichte des Christopher McCandless. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass diese Geschichte nicht gut endet. Beziehungsweise man wird gleich auf den ersten paar Seiten mit seinem Tod konfrontiert. Gestorben ist er bei dem Versuch, einige Monate in der Wildnis zu überleben. Er hätte es sicher auch geschafft, hätte er nicht…

Der Auto Jon Krakauer erfuhr von ihm über einen Artikel in der Zeitung, er selbst arbeitete bei einer. Er begab sich auf die Spur von Chris, der sich auch gerne unter dem Synonym Alexander Supertramp zu erkennen gab. Krakauer taucht ein in die Jugend eines Mannes, der getrieben ist von Freiheit und dem Ruf der Wildnis.
Chris ist kein dummer Junge, er ging zur Highschool und studierte. Doch er bricht mich seiner Familie, spendet all seine Erparnisse und trampt mit wenigen Sachen und Kleingeld durch Amerika, um irgendwann seine Erfüllung im einsamen Leben in Alaska zu finden und dort völlig autark und nur mit dem, was ihm die Natur geben kann zu überleben. Auf seiner Reise trifft er viele Menschen, die fasziniert sind von diesem Chris/Alex, aber nicht unbedingt seine Ideale teilen. Krakauer besucht diese Menschen und versucht zu verstehen, was hinter seinen Gedankengängen steckte, zieht Vergleiche zu ähnlichen Geschichten von abenteuerlustigen Idealisten, die sich auch nichts sehnlicher wünschen, als wieder eins mit der Natur zu sein.

Zuweilen gingen mir die Vergleiche allerdings auf die Nerven, denn nach der dritten Geschichte, versteht der Leser schon, was deren Intention ist, warum sie aus der Zivilisation ausbrechen wollen. Wahrscheinlich hat jeder schonmal mit der Idee gespielt sich aus der (Konsum-)Gesellschaft rauszuziehen und nur mit wirklich wichtigen Hilfsmitteln, ohne viel Geld sein Leben zu bestreiten.
Spannend ist jedoch zu verfolgen, wie unterschiedlich die Leute Chris sehen, aber wie sie doch alle von ihm und seiner Art fasziniert sind. Interessant fand ich auch, dass es Auszüge aus seinem Tagebuch gibt, welches er noch bis zu seinem Tod geführt hat. Eine traurige Vorstellung zu wissen, dass man sterben wird und doch noch so viel Kraft zu haben, das niederzuschreiben und sich somit doch noch von seiner Familie zu verabschieden.

Definitiv sehr aufwühlend und ein Buch zum Nachdenken.

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4 Gedanken zu „In die Wildnis – Jon Krakauer

  1. pantaophoto sagt:

    sehr schöne Rezension, macht Lust auf das lesen des Buchs :) Klingt sehr spannend!

  2. donmatze sagt:

    Schöne Rezension, trifft die Sache im Kern :)

    Lest das Buch – es lohnt sich wirklich!

  3. Kassiopaia sagt:

    Danke für die Blumen. :)

  4. Anj sagt:

    Ich habe den Film gesehen und denke, das war dann vielleicht die bessere Wahl…? Aber das kann amn im Nachhinein vielleicht nicht mehr sagen. Ich glaube, am Film haben mich aber vor allem die Bilder mitgerissen. Die Geschichte finde ich zwar auch sehr interessant, aber ich weiß nicht, ob sie mich durch ein Buch bringen würde.

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