Leonie Swann – “Glennkill” – Ein Schafskrimi (2) – Aufgegeben

glennkillSeit Wochen liegt es nun schon unter meinem Couchtisch, mit einem Lesezeichen zwischen Seite 102 und 103. Eigentlich müsste ich es noch bis Seite 375 schaffen, eigentlich müsste ich durchhalten und die Phase überstehen, in der es ein bisschen langweilig zugeht bei den Schafen Mopple, the Whale und Co. Denn viele sagen ja, dass es bei „Glennkill“ leider diese Spannungsdürreperiode gibt, aber dass das Buch zum Ende hin dann wieder aufregender wird.

Zum Ende hin? Das sind noch 272 Seiten!!!

Ich lege sehr selten ein angeknabbertes Buch wieder weg (vielleicht, weil meine Vorauswahl so schön anspruchsvoll ist), aber bei diesem muss ich mal wieder eine Ausnahme machen. „Glennkill“ ist zwar nicht furchtbar grottig, aber für mich leider doch etwas zu langatmig. Da ich eh schon kein Fan von Krimis bin und beim Lesen auch noch aufpassen müsste, jedes Detail mitzubekommen, damit ich den größeren Clou schließlich verstehe, wäre ein bisschen Spannung dann und wann nicht verkehrt, um mich bei Laune zu halten. Aber so ertappe ich mich immer wieder, wie ich stur die Wörter lese, aber mit dem Kopf doch ganz woanders bin.

Peinlich natürlich, wenn man das Buch von einer Freundin geliehen hat, der man es zuvor zu Weihnachten geschenkt hat. Mit den Worten: „Das hab‘ ich gefunden. Klingt total witzig. Lies es schnell, damit ich es danach haben kann!“

Aber nun gebe ich es ihr zurück und lasse mir von ihr das Ende erzählen. Denn ich will schon wissen, wer hier der Mörder ist. Aber selbst lesen halte ich nicht mehr durch. Vielleicht würde ich es tun, wenn ich 4 Wochen hausarbeitsfreien, arbeitsfreien und praktikumsfreien Urlaub hätte. Aber so ist mir meine beschränkte Lesezeit zu schade. Da warten noch „Die Stadt der Blinden“ und andere Neuerwerbungen auf mich.

Nein, da bin ich rigoros. „Glennkill“ wird aussortiert. Tut mir leid um die wirklich süße Idee. Aber mein zappeliges Leseherz braucht jetzt erstmal wieder mindestens 272 Seiten Spannung.

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Wie alles begann: „Glennkill“ die erste

Anja Strilek
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6 Gedanken zu „Leonie Swann – “Glennkill” – Ein Schafskrimi (2) – Aufgegeben

  1. […] wie es für mich und “Glennkill” zu Ende ging: Aufgegeben! […]

  2. HevoB sagt:

    Mhhh.

    Glenkill ist echt schon lange her. Vlelleicht mal ein Kind vorlesen, dann packt man es sicher.

    „Die Schmelze“ und „Herr der Unruhe“ sind nebenbei spannende und interessante Bücher ;)

  3. Erik sagt:

    Es es so langweilig? Ich wollte es mir eigentlich kaufen, weil ich in einer Bücher-Community (lovelybooks) eigentlich gute Rezensionen gelesen hatte. Nun bin ich etwas verunsichert…

  4. zeberhard sagt:

    Ich muss sagen das ich Glennkill, im Gegensatz zu Anderen, eigentlich nie wirklich so langweilig fand, dass ich es hätte weglegen müssen. Die stellenweise langatmigen Seiten wurden durch die wirklich niedlichen Charaktere weitergetragen. Ich konnte von Mopple oder Miss Maple nicht genug bekommen – die Art, wie die Schafe dargestellt wurden mochte ich einfach.
    Ich kann zwar auch verstehen wenn man dieses Buch doch beiseite legt, aber für mich hatte es sich trotzdem gelohnt und ich bin froh Glennkill gekauft zu haben.

  5. Anj sagt:

    Ich fand die Charaktere auch sehr niedlich, allerdings kann mich das allein nicht durch 300 Seiten bringen. Am Anfang war das noch super, aber dann musste etwas passieren.
    Ich fand „Glennkill“ ja wie gesagt auch nicht sonderlich schlecht, sondern vomn Genre und der Dramaturgie her einfach nicht mein Fall.

  6. Suz sagt:

    Ich habe Glennkill verschlungen. Es war die perfekte „Die Sonne scheint, Kinder spielen, ich sitze vor dem Zelt“ – Lektüre. Die Nachbarn schauten die ersten Male irritiert rüber, als ich dort alleine sitzend schallend loslachte!
    Mein Freund schaute mich öfters fragend an. Also erklärte ich die Szene und las dann vor. Mehr als einmal passierte das. Bis ich dann im Buch ein zweites Lesezeichen entdeckte. Schön!
    Glennkill 2 – nächste Lektüre für die Ferien.
    *freu*

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