Henning Mankell „Tiefe“ 2

Wie letztens bereits geschildert, habe ich dieses Buch nun erneut gelesen.

Was dabei rauskam?

Es war das selbe und doch irgendwie anders. Ich habe weniger auf Lars Tobiasson – Svartmann geachtet, als auf das, was drumherum passiert. Auf die Gefühle, auf die Stimmung, auf das was und wie es geschieht.

Wie schwach Lars Tobiasson – Svartmann doch ist und wie stark diejenigen, von denen er es nie erwartet hätte. Wie schlecht er doch darin ist, andere Leute zu beurteilen und sich selbst. Er, der doch immer alles messen konnte, versagt überall da, wo man nicht mit Messinstrumenten in eigentlichem Sinne etwas ausrichten kann.

Lars Tobiasson – Svartmann war mir diesmal von Anfang an unsympathisch, aber am Ende habe ich ihn nicht so gehasst wie damals. Was auch gleich am Anfang aufgefallen  und zum Ende hin immer erdrückender geworden ist, war die Einsamkeit und das Schweigen, welche das Buch begleiteten. Die Einsamkeit in so verschiedenen Variationen.

Ich konnte das Buch zum Schluss nur noch häppchenweise weiterlesen, obwohl es von der Spannung her durchaus auch am Stück gelesen werden hätte können, aber das Buch hat mich einfach erdrückt.

Nicht das es jetzt zu negativ klingt. Das Buch ist wirklich toll und immer noch unter meinen Top 5.

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