Nando Parrados „Miracle in the Andes“

miracle-in-the-andes„Als ich mich in unserer neuen Welt umsah, war ich völlig verblüfft von dem seltsam traurigen Charakter der Gegend. Nur mit Mühe konnte ich mich zu der Überzeugung durchringen, dass sie real war.“

„Wir waren hier auf eine absurde Weise deplatziert wie ein Seepferdchen in der Wüste oder eine Blume auf dem Mond. Eine grässliche Furcht beschlich mich. Ein Gedanke, den ich bisher nicht in Worte fassen konnte, wurde immer konkreter: Leben ist hier etwas Anomales, und die Berge werden diese Anomalie nicht allzu lange dulden.“

1972 machen sich Nando Parrado und sein Rugbyteam auf, um gemeinsam mit einigen Freunden und Verwandten zu einem Spiel von Uruguay nach Chile zu fliegen. Als das Flugzeug in den Anden abstürzt, beginnt für die Überlebenden ein Martyrium an einem Ort, für den die gläubigen Männer und Frauen nur ein Wort haben: Hölle.

Man darf sich durch den deutschen Titel des Buches, der klingt, als sei er soeben einer Überschrift aus der BILD-Zeitung entsprungen, nicht abschrecken lassen. „Miracle in the Andes“ – so lautet er im Original – ist die feinfühlig und zugleich erbarmungslos ehrlich erzählte Geschichte, die wirklich so geschah. Und die einer der Betroffenen 34 Jahre nach ihrem Geschehen, einigen Buchveröffentlichungen, Zeitungsberichten, Fernsehdokumentationen und Filmen (unter anderem „Überleben“ („Alive“) mit Ethan Hawke) später noch einmal schildert.

Durch „Überleben“ und dessen Making of kenne ich die Geschichte von Nando Parrado und seinen Freunde inzwischen sehr gut. Trotzdem – oder gerade deshalb – musste ich sein Buch haben. Kaum eine Geschichte berührt mich so sehr wie diese. Ich könnte Seite um Seite nur Tränen vergießen, weil ich weiß, was passiert und weil ich es unvorstellbar finde, was manche Menschen in ihrem Leben durchmachen müssen. Und dennoch kann ich nicht aufhören zu lesen, weil das Unglaubliche, was hier passiert, für mich wirklich eines ist: ein Wunder.

Anja Strilek
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3 Gedanken zu „Nando Parrados „Miracle in the Andes“

  1. Kassiopaia sagt:

    Davon hab eich auch schon mal gehört und wollte auch immer mal den Film gucken, weil ich das ganz erstaunlich finde, was den Männern da wiederfahren ist. Vielleicht solölte ich aber erst das Buch lesen, damit ich nicht auch weinen muss.

  2. Anj sagt:

    Ach, bei der Geschichte ist man sowieso extrem gerührt, egal, was zuerst kommt. Sieh dir auf jeden Fall den Film an. Der ist richtig gut!

  3. […] hatte ja bereits die wahre Geschichte des Flugzeugabsturzes einer Rugbymannschaft über den Anden gelesen. Ich wollte es mir auch immer mal vornehmen. Doch nun bekam ich die […]

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