Mary Higgins Clark „Mein ist die Stunde der Nacht“

„Ich bin die Eule und mein ist die Stunde der Nacht.“

Nighttime Is My Time (2004)

"Nighttime Is My Time" (2004)

Ein amerikanischer Krimi. Ich mag keine amerikanischen Krimis. Jetzt lag das Buch schon mehrere Jahre bei mir rum (H hatte es einst gelesen) und wurde immer wieder nach unten geschoben, bis ich mich nun seiner erbarmte.

Ein rundes Klassentreffen (war es das 20.?) steht für die ehemaligen Absolventen der Stonecroft Academy vor der Tür. Dabei sollen die jetzt Erfolgreichsten mit einer Ehrenmedaillie bedacht werden. Dazu zählen ein Fernsehpsychater, ein Theaterregisseur, ein Immobilienguru, eine Soapschauspielerin, unsere Protagonistin Jean Sheridan – Historikerin und Bestsellerautorin – und noch jemand, den ich schon vergessen habe. Jean und die Soapschauspielerin (Wie hieß sie doch gleich? Lisa? Laura?) saßen damals in der Schule mit noch fünf anderen Mädchen zusammen am Mittagstisch. Diese anderen fünf sind alle in den vergangen zwanzig Jahren gestorben. Die letzte erst kürzlich. Zufall, Fluch oder böse Absicht?

Der kluge Leser weiß, es ist böse Absicht und einer von den Ehrengästen beim Klassentreffen. Geschickt legt die Autorin den Leuten Sätze in den Mund, die sie mega verdächtig machen. Der kluge Leser weiß sofort, es ist einer von den Ehrengästen. Dummerweise ist der nette Polizist, der sich der Sache zögerlich annimmt immer den Falschen auf der Spur.

Ich schaffe es das gesamte Buch über nicht, mir Namen und dazugehörige Persönlichkeitseigenschaften zu merken. Daher konnte ich bei der Auflösung auch nicht sagen: „Ach ja, das habe ich mir schon gedacht!“, sondern fragte mich „Wer war das jetzt nochmal?“.

Des Weiteren war das Ende so kitschig und schnulzig, dass ich die beiden letzten Seiten kaum auseinander bekommen habe, weil sie so klebten.

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2 Gedanken zu „Mary Higgins Clark „Mein ist die Stunde der Nacht“

  1. Anj sagt:

    Oh je, klingt verdammt schrecklich. dabei wird Mary Higgins Clark doch so sehr gefeiert. Hab wzar selbst noch nichts von ihr gelesen, aber immer gedacht, dass sie annehmbare Thriller schreibt.

    Ich hasse es auch, wenn ich mir die Personen und deren eigenschaften einfach nicht merken kann. Dann ist rigendwas an der Schreibweise nicht geungen. Naja, und Kitsch und Schnulz kann man dann wohl wieder in die Amerika-Schublade stecken.

  2. hevob sagt:

    Ich habe mir das Ding sogar noch als Hörbuch angetan.
    Für ein Krimi ist es mir deutlich zu wenig spannend. Um die Übersicht bei den ganzen Charakteren zu behalten müsste man sich eine Mind-Map anlegen und die Charaktere sind äußerst überzeichnet und klischeebehaftet … …typisch amerikanisch

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