Tag der Ankunft – zwei und Schluss

Ich hab’s ausgelesen. Und an einer Stelle in diesem Artikel kommt der Punkt, an dem ich mich beißen will. Aber von vorn.

Die letzten Sätze haben es mir echt schwer gemacht, das ganze Buch nicht aufstöhnend in die Ecke zu werfen und alles bishergelesene komplett überkitschig zu finden. Aber nein, ich kapsle das Ende einfach mal ab und sage, dass es im Großen und Ganzen ein nettes Buch war. Ich habe nach dem Auslesen sogar irgendwann vermisst, weiter darin lesen zu können und den Familien nahe zu sein. War ja ganz schön, so jeden Tag ein bisschen was Nettes zu lesen.

Ich könnte mich nur am liebsten in den Po beißen, weil ich das Buch mit meinen akribisch gekennzeichneten Fehler-Seiten einfach wieder in der Bibliothek abgegeben habe, ohne eben diese abzuschreiben und wie gewollt, dem Verlag zu schicken. Jetzt wird niemals jemand zu mir sagen „Danke, Schätzchen, ohne Dich wäre das Buch nicht geworden, was es in der 3. Auflage geworden ist.“.

Und keiner wird auch das tolle Zitat lesen, das ich mir markiert hatte. Weil ich zu doof war, daran zu denken, als ich das Buch mit einem triumphierenden Lächeln rechtzeitig (!) abgegeben habe…hach. Es war wirklich schön. Das Zitat.

(Anika Lindtner)

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7 Gedanken zu „Tag der Ankunft – zwei und Schluss

  1. DonMatze sagt:

    Ich bemitleide Dich, denn ich kenn das gut (also das mit den Büchern die nicht aufhören sollten). Wenn Du mal ein unkitschiges Buch dieser Art lesen willst versuchs mit: „Nordkraft“ von Jakob Ejersbo.

  2. Anika sagt:

    achnaja, nur das Ende war ja so überzuckert. der Rest ging ja noch. So schlimme abgedrühte Romane, die fast ins Depressive abgleiten geht allerding noch weniger für mich…ist das so eines? Oder eines, das ich guten Gewissens lesen kann? Worum geht’s denn?

  3. Anj sagt:

    Klingt jetzt aber schon so, als wenn man sich das Buch lieber nicht zu Gemüte führen sollte. Wenn das schlechter wird, ärgert man sich ja die ganze Zeit. Und ich muss schon was anderes lesen, worüber ich mich gleichzeitig ärgere. You know whatta mean, gell?
    Hast du dir statt in den Po nun woanders hingebissen? (das ist eigentlich mal die spannendste Frage, die man hier klären kann)

  4. Anika sagt:

    Ins Buch Anj, ins Buch;-)

  5. DonMatze sagt:

    Geschichten aus einem kleinstädtischen, dänischen Drogenmilieu… :oD

    Is nicht depressiv, sondern eher distanziert zur Emotionalität der Geschehnisse. Also weder „Oh mein Gott wie schlimm“-depri, noch „Juhu – Alles ist toll und die Blumen blühn“-kitsch. Genau die richtige Mischung.

    Einfach mal versuchen…

  6. Anika sagt:

    na dann werd‘ ich mal beim nächsten Bibliotheksbesuch danach Ausschau halten:-)

  7. Anj sagt:

    Wie konntest du denn ins Buch beißen, nachdem du es abgegeben hattest? (Sherlock Anj Holmes entdeckt einen Widerspruch bei der Zeugenbefragung)

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