Waiting for the barbarians – Das Warten geht weiter

„Waiting for the Barbarians by J. M. Coetzee is the most moving and interesting book I have recently read. […] Definitely wonderful and descriptive language, the vivid plot and built suspense that keeps the reader interested all the time.“

barbarians11.jpg… Dies ist die Meinung einer Freundin von mir, die gezwungen wurde, das Buch anzufangen und es mit Spannung und Eifer schnell zu Ende las. Ich habe es da weniger eilig – lieber warte ich noch auf meinen nächsten Kurs, der mir hoffentlich wieder ein paar interessante Details offenbahrt … so wie letzte Woche, als ich folgendes erfuhr:

Ein Thema der Geschichte ist Blindheit. Zu finden ist dies gleich auf der ersten Seite:
„I have never seen anything like it: two little discs of glass suspended in front of his eyes in loops of wire. Is he blind? […] The discs are dark, they look opaque from the outside, but he can see through them. […] ‚You would find them useful out here in the desert. They save one from squinting all the time…‘ „

Die wörtliche Rede stammt von Colonel Joll, der BigBoss einer geheimen staatlichen Einrichtung, die sich „Third Bureau“ nennt und sich auferlegt hat, alle bösen Pläne aus den Barbaren herauszufoltern. Nun ist da also das Thema der Blindheit. Col. Joll ist nicht wirklich blind – aber er trägt eine Sonnenbrille. Die Sonne steht in der klassischen Literatur für Licht, Aufhellung, Wissen, eben: enlightenment. Und genau vor diesem enlightenment schützt sich Col. Joll mit einer Brille, die alles um ihn herum verdunkelt, also den Blick auf die Wahrheit trübt. Er sieht also die Gegend um ihn herum, filtert aber nicht das Wahrhaftige heraus und ist somit blind für die Wirklichkeit.

Anm.: Ich liebe es, in Kursen (Schule, Uni…) solch beduetungsvolle Passgaen eines Buches herauszufiltern. Wenn man die tiefere Bedeutung eines Textes erkennt, macht es nun mal viel emhr Spaß ihn zu lesen!

… wie das Warten begann? Schnell hier geklickt und nachgeschaut

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4 Gedanken zu „Waiting for the barbarians – Das Warten geht weiter

  1. ja, klingt toll. So Sachen reininterpretieren habe ich in der Schule auch am Liebsten gemocht!^^

  2. F. Oldörp sagt:

    ich nicht.

  3. Kassiopaia sagt:

    Hmm, mei inglisch is not so gud, was heißt „loops of wire“? Drahtschlingen? Eine Sonnebrille aus Drahtschlingen?

    Aber sonst: Manchmal sind Interpretationen ganz toll. Diese hier zum Beispiel. Man macht sich bewusst ja gar nicht immer solche Gedanken über den Text, da kann Unterricht schon helfen. Allerdings kann man auch einen Text kaputt interpretieren, was in der Schule oft genug gemacht wird. Hat halt wie so vieles Vor- und Nachteile. :/

  4. Anj sagt:

    na so Drahtkreise einfach… dachte ich

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