Die Stadt der wilden Götter

ac.jpgWer – so wie ich – vorher nicht gewusst hat, dass Isabel Allende außer ihrem „Geisterhaus“ auch noch was anderes, nämlich Kinderbücher geschrieben hat, der sei hiermit aufgeklärt.

Um neben meinen ganzen Unibüchern auch noch etwas Schönes lesen zu können, drückte mir Ani eines Abends mit Begeisterung dieses Buch in die Hand „Die Stadt der wilden Götter“ (wir Spanischlern-Freaks nennen auch gern den Originaltitel „La ciudad de las bestias“). Und so schloss ich einen Deal mit mir selbst: Wenn ich es wiedermal geschafft hatte, mich eine Stunde durch die olle Pflichtlektüre zu kämpfen, durfte ich dafür eine Stunde in dem schönen Kinderbuch blättern. Gesagt, getan.

Mittlerweile habe ich „Die Stadt der wilden Götter“ durchgelesen und kann reflektieren.

Zunächst zum Inhalt:
Alex ist ein fünfzehnjähriger Junge aus den Staaten, mäkelig beim Essen und verknallt in seine Mitschülerin, die schon einen Busen hat und sich mit gelangweilter Geste ihre Haare aus dem Gesicht streicht (Wer würde nicht auf sie abfahren?). Da Alex‘ Mutter sehr krank ist, wird er für eine Weile zu seiner Großmutter geschickt, die er nur „Kate“ nennen darf und die eine gefühlskalte, barsche Greisin zu sein scheint. Kurzerhand beschließt Kate, ihren Enkel mit auf ihre Amazonasexpedition zu nehmen, wo sie herausfinden soll, ob es dort wirklich die Gerüchteküche zum brodeln bringenden Stinkmonster gibt. Und so stürzt Alex in ein Abenteuer, das neben Insekten als Mahlzeit, einem mit Indianer sprechenden Mädchen als Freundin und wildgewordenen, durchs Lager hoppelnden Schweinen noch so einiges mehr an Aufregung zu bieten hat…

Und wie war’s?
Joa, also mit einem groben Blick auf die Themen kann ich schon sagen, dass das ein Buch ist, wie es wie die Blaubeeren auf den Reisschleim zu mir passt (Anm: also sehr gut! ;-) ). Ein fünfzehnjähirger Junge, ein dreizehnjähriges Mädchen, eine Expedition in den Dschungel, Indianer, Intrigen, Monster, Geheimnisse und mysteriöse Kulte – klasse! Insofern gibt es auch kaum etwas, das mir an dem Buch nicht gefallen hat.
Dennoch kann ich zwei Negativaspekte nennen:
1. So ganz doll hat mich die Geschichte nicht gefesselt. Ich fand sie zwar interessant und schön, aber nicht mitreißend. Kann an meinem gedanklichen Ausgepowertsein liegen. Ich weiß nicht genau. Aber ich habe mich zumindest nicht gelangweilt, sondern bin gut unterhalten worden. Nur der letzte Schliff zum gebannt-auf-die-Seiten-starren hat noch gefehlt.
2. Ich konnte mir leider nicht merken, welche Personen hinter den einzelnen Namen stecken, was nach einer Weile und vor allem am Ende zu Verwirrung geführt hat. Das kann daran liegen, dass ich das Buch leider mit viel zu vielen Unterbrechungen gelesen habe und es bei mir eben besser ist, wenn ich ein Buch in einem Rutsch – also relativ schnell – auslese.

Ansonsten aber ist „Die Stadt der wilden Götter“ sehr, sehr empfehlenswert, eine gute Entspannungslektüre, die einen in eine fremde Welt versetzt und die Phantasie anregt! Ein sehr schönes Kinderbuch!!!

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18 Gedanken zu „Die Stadt der wilden Götter

  1. Hach ja, ich sollte es auch unbedingt mal wieder lesen..:-)
    Aber ich erinnere mich noch zu gut an die ersten Seite, deswegen komme ich da nicht so recht drüber…

  2. Kassiopaia sagt:

    Das finde ich auch immer ganz schrecklich, wenn s viele Personen auftauchen und man nicht mehr weiß, wer mit wem was zu tun hatte. Ein Grund, warum ich manche Bücher wieder angeknabbert weg lege.

  3. Anj sagt:

    Naja, ich glaube in dem Fall muss ich zur Verteidigung des Buches sagen, dass es eigentlich gar nicht sooo viele verschiedene Personen gab, ich war nur anscheinend geistig nicht mehr so belastbar.
    Bei James Rollins Büchern gibt es meistens vorn eine Personenliste, das ist ganz toll! Wie bei einem Drama

  4. Christoph sagt:

    Ich habe das Buch (und sogar die Fortsetzung) vor einigen Jahren mal gelesen. Nicht schlecht, nur ein bisschen stark moralisch auf der Ökoschiene. Als Kinder/Jugendbuch für die Harry Potter Ziel Gruppe (also die eher selten lesenden, eher auf Handlung fixierten) auf jeden Fall empfehlenswert, für echte Leseratten wohl nicht befriedigend genug.

  5. Hm..also, ich würde mich schon als Leib-und-Seele-Lesemaus bezeichnen;-) und fand das Buch absolut klasse. Toll übrigens auch die Hörfassungen der Bücher! Ich glaube, die habe ich sogar zuerst gehört..oder wars anders rum? Ach, ich weiß nicht mahr…ich glaube das erste Buch habe ich gelesen und die anderen gehört…

  6. Christoph sagt:

    Bei mir war das übrigens andersrum: Ich habe erst einige Monate, nachdem ich die Kinderbücher von Allende gelesen hab, entdeckt, dass Mutti ja auch „richtige“ Bücher von der besitzt. Aber zum Lesen dieser konnte ich mich nicht aufraffen…

    Wie ist eigentlich Allendes „Zorro“?

  7. Ui, da muss ich gleich mal jemanden hier auf die Seite schicken, von dem ich weiß, dass er das Buch gerade ausgelesen hat. Der kann Dir da bestimmt gut weiterhelfen. What a Zufall!^^

  8. Anj sagt:

    … coincidence…

    @ Christoph: Ich glaube nicht, dass man die Harry-Potter-Lesefraktion unter auf-Handlung-bedachte, selten lesende abstempeln. Meiner leidigen Erfahrung als Zuhörerin bei Cliquentreffen, in denen das Gespräch leider intensiv auf HP umgeschwenkt hat, nach, liest bestimmt 80 % der Bevölkerung HP und die können ja nicht alle in deine genannte Schiene passen.
    Und noch was anderes: Schön und irgendwie mysteriös, dass du sogar schon zwei unserer bisher wenigen hier aufgeführten Bücher gelesen hast!

    @ Ani: Also der „Zorro“ interessiert mich ja nun auch, schick doch mal den doer die Jemand auf unsere Seite ;-)

  9. Christoph sagt:

    „mysteriös“ :-D
    Naja, sind ja doch ziemliche Standartbücher, nichts richtig freakiges ;-)

    Der Schwarm hab ich auch gelesen, sowie ein paar andere Bücher von Hakan Nesser und Hemingway (na gut, von dem nur „der alte Mann und das Meer“)

    Vielleicht kann ich mal bei euch einen Gastbeitrag abliefern. Dem würden vermutlich auch einige andere meiner werten Klassenkameraden folgen. :)

  10. Christoph sagt:

    (Oh Gott, ich habe Standard mit t geschrieben!) Asche auf mein Haupt…

  11. Ja, sehr gern Gastbeiträge!!:-)
    Schreib mir einfach ’ne Mail und dann besprechen wir das mal…:-)

    Schade, dass sich der Zorro-Jemand noch nicht gemeldet hat. er weiß schon bescheid. Naja.

  12. Anj sagt:

    Gastbeiträge! Cool!
    Aber da wird ja immer mysteriöser. Du kennst sogar von jedem Autor, den wir hier vorstellen, etwas…

    Ani, na da musst du dem Zorri-Jemand aber mla Druck machen! ;-)

  13. Armin sagt:

    Hier ist der Zorro-Jemand.
    Manchmal hat man ja auch andere Sachen im Kopf und nicht pausenlos den Rechner an.
    Nun aber zu „Zorro“.
    Den Anfang fand ich sehr langgezogen und „unspannend“, da erzählt Isabel die Geschichte und die Jugendzeit sehr ausführlich. Später wird es manchmal auch interessant und packend, aber so richtig hat mich das Buch nicht vom Hocker gerissen…
    Vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen. Für Jugendliche mag es ja toll und passender sein, denn der Held ist noch sehr jung und kann lauter tolle Sachen.
    Fazit: man kann es lesen, muss aber nicht….

  14. Zorro-Jemand sagt:

    Anj, du willst mir also DRUCK machen lassen. Da werde ich wohl auf meinem wilden Rappen „Tornado“ mal durch die ***straße reiten und die Peitsche wild knallen lassen… eventuell laufen da ja kleine verängstigte Mädchen rum HA, HA, HA!!!!

  15. Anj sagt:

    Uiuiui lieber Zorro-Jemand (den ich in meinem letzten Kommentar aufgrund eines Tippfehlers zärtlich „Zorri“ nannte ;-) ) da spuckste aber große Töne ;-) Aber komm ruhig auf dem Rappen an, Ani freut sich, die kann das Pferd versorgen während du mit der Peitsche rumfuchtelst und versucht, kleine Mädchen zu erschrecken. hihihihihi

  16. Zorro-Jemand sagt:

    Anj, Anj ich sehe schon, du willst ganz furchtlos erscheinen, aber wenn es stockfinstere Nacht ist, also ganz, ganz schwarze Nacht und ich auf meinem ganz, ganz schwarzen Tornado, mit meinem ganz, ganz schwarzen Umhang und meiner ganz… (naja du weist schon) Maske auftauche krigste janz bestimmt RIIIIIIESENgoße Angst.
    Das Einzige was dich jetzt noch retten kann, ist so ein ganz leckerer Schokoladenkeks den du (von Ani stibitzen wolltest und) mir schon lange mal versprochen hast. Ohhhh ich glaub jetzt hab ich mich verraten…

  17. domd sagt:

    würde gerne alle Personen wissen

  18. Hannah sagt:

    Ich finde das Buch sehr gut und würde es sofort weiter empfehlen. Manchmal, finde ich, kann man Isabeal Allende mit ihren Fantasien nicht mehr recht verstehen, aber eben das finde ich an dem Buch gut. Also, wenn ihr viel Fantasie habt und Bücherliebhaber seid, kann ich euch das Buch nur empfehlen.

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