Nun habe ich endlich mal meinem drang nachgegeben und mir einen Klassiker serviert. Obwohl ich mich sonst mit Büchern ala Schulunterricht sehr schwer tue, hat dieses Werk mit Leichtigkeit seinen Weg auf meinen Vesperteller geschafft, denn wir heißt es so schön: Das Auge isst mit. Dieser große, dicke, dunkelrote Wälzer mit festem Einband und goldener Überschrift, vergilbten, nach Holz riechenden Seiten und niedlichen Illustrationen macht mir immer wieder Appetit aufs Weiterlesen.
Hier mein erster Eindruck:
Die ersten 50 Seiten passiert nicht viel, viel mehr gibt es Beschreibungen vom Pariser Treiben und dem dort heimischen Völkchen. Die Sprache aber ist wundervoll, hat etwas märchen- und legendenhaftes, ist bildlich und irgendwie zum Reinkuscheln.
Kleines Beispiel: “Die große Treppe in der Mitte der hohen gotischen Fassade des Palastes, auf der ein doppelter Strom uneermüdlich hinauf und hinunter zog und, nachdem er am Treppenabsatz gebrandet, sich in großen Wogen über ihre beiden seitlichen Abgänge ergoss, die große Treppe, sage ich, rieselte unaufhörlich in den Platz hinunter, gleich einem Wasserfall in einen See.”
Anja Strilek
5. April 2008 um 1:02 |
Klingt echt toll :-)
7. April 2008 um 10:55 |
*g* Da fällt mir nur eins zu ein: Ein Komma geht noch! ;)
8. April 2008 um 4:20 |
echt? sowas wurde in der schule gelesen? Nicht bei uns…mich hatte man versucht, mit “Im Westen nichts Neues” zu quälen. Hab’ ich aber einfach nicht gelesen. so. Ja, klingt echt schön. Wüsste nur nicht, ob ich das durchhalten würde. Dir aber viel Vermögen davon.
10. April 2008 um 10:04 |
Wer sagt denn, dass es in der Schule gelesen wird? Das fänd ich aber auch sehr krass, schon allein wegen der Länge.
danke, das Vergnügen hält an :-)